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Streusalzeinsatz im privaten Bereich

Streusalzeinsatz im privaten Bereich ist auch dort, wo es erlaubt ist, nicht zu empfehlen!

Oberflächlich hinterlässt gelöstes Salz auf Blättern und Rinde der Pflanzen Verätzungen. Die Ionen aus dem Auftausalz gelangen über den Boden dauerhaft in die Pflanzen und verändern deren Nährstoffhaushalt. Die Folgen der Salzbelastung sind Bäume und Hecken, die trotz ausreichender Niederschläge allmählich vertrocknen.

Doch das Salz wirkt nicht nur auf Pflanzen, die Auswirkungen des Streusalzes sind vielfältig. Ein massiver Einsatz von Streusalz schädigt das gesamte Bodenleben und beeinträchtigt die Qualität von Grundwasser, Flüssen und Seen. Hunde und Katzen leiden unter Entzündungen, die Streusalzablagerungen zwischen den Zehen erzeugen Verdauungsbeschwerden, wenn sie das Salz ablecken. Auch Pferdehufe werden vom Salz angegriffen. Neben den ökologischen Folgen verursacht Streusalz auch ökonomische Schäden. So fördert es unter anderem die Korrosion an Pflaster- und Straßenbelägen, Brücken und Fahrzeugen.

Daher lautet die Empfehlung: Muskelkraft statt Chemie! Da schmilzt zwar nicht das Eis, aber der Winterspeck. In erster Linie sollte der Schnee manuell mit Schaufel, Besen oder Schieber weggeräumt werden. Zum Streuen sollten Privatleute auf salzfreie Streumittel wie Granulate, Splitt, Sand oder Kies zurückgreifen. Diese sogenannten „abstumpfenden Mittel“ haben zwar keine auftauende Wirkung, setzen sich aber in der Eisschicht fest und verringern so die Rutschgefahr erheblich. Im Handel gibt es vom Umweltbundesamt getestete und mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ ausgezeichnete Produkte.

Streusalz nur im Notfall verwenden!
Wenn kein Verbot vorliegt und unbedingt Streusalz verwendet werden muss, zum Beispiel auf Treppen oder starken Steigungen, sollten nicht mehr als zehn Gramm Salz pro Quadratmeter ausgebracht werden. Für den Privatbedarf reichen eine gute Schneeschaufel und ein Sack Streugranulat aber meist aus, um rutschfest über den Winter zu kommen.