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Geschichte in Buchbrunn e.V. - Artikelreihe

Kaplan Michael Erhart, Pfarrer Michael Bausenwein

Eine lange Vorgeschichte
Als im Sommer 2001 der Radweg zwischen Buchbrunn und Kitzingen eröffnet wurde, hatten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger versammelt, viele von ihnen mit dem Fahrrad. Sie warteten auf die Eröffnung und den Scherenschnitt durch den stellvertretenden Bürgermeister Hans Friedrich, um die neue Strecke sofort in Besitz zu nehmen. Insbesondere die Kinder hatten ungeduldig auf die Freigabe gewartet.
Der Radweg ist heute ein selbstverständlicher Teil von Buchbrunn. Aber was im Rückblick wie ein normaler Fortschritt wirkt, hatte eine lange Vorgeschichte. Sie reicht bis ins Jahr 1979 zurück. Damals gab es in Buchbrunn schon Forderungen nach einem sicheren Radweg nach Kitzingen. Der zunehmende Verkehr auf der Verbindungsstraße wurde von vielen als gefährlich empfunden. Diese Sorgen und Forderungen nach einem sicheren Radweg wurden immer wieder geäußert, doch über Jahre blieb es bei den Plänen. Erst Ende der 1990er Jahre wurde das Projekt endlich konkret in Angriff genommen.

Bau und Auseinandersetzungen
Auch der Bau des Radwegs verlief nicht reibungslos. Im Frühjahr 2001 wurde im Buchbrunner Gemeinderat Kritik an der Ausführung laut. Besonders beanstandet wurde die Streckenführung auf Kitzinger Gemarkung: Der Radweg war dort stellenweise zu steil angelegt. Aus Zeitungsartikeln der damaligen Zeit geht hervor, dass unter anderem Georg Hopfengart auf die Höhenunterschiede und Bodenwellen hinwies, die das Befahren erschweren würden. Auch eine Äußerung von Dieter Koch ist überliefert, der die Kritik des Buchbrunner Gemeinderats auf den Punkt brachte: „Wir dürfen uns da nicht ruhig verhalten.„ Nach deutlichen Einwänden aus Buchbrunn wurde schließlich von Kitzinger Seite nachgebessert. Die Stadt Kitzingen korrigierte die kritisierten Steigungen.Die Eröffnung im Sommer 2001
Nach rund einjähriger Bauzeit konnte der Radweg im Sommer 2001 eröffnet werden. Mit ihm gelang der Lückenschluss zwischen Buchbrunn und Kitzingen – also das Schließen einer bislang fehlenden sicheren Verbindung für Radfahrer zwischen beiden Orten. Die neue, asphaltierte Strecke parallel zur Straße ermöglicht seitdem ein sicheres Radfahren. Den symbolischen Auftakt übernahm der stellvertretende Bürgermeister Hans Friedrich. Kirchlicherseits waren bei der Eröffnung Pfarrer Michael Bausenwein und Kaplan Michael Erhart vertreten. Begleitet wurde die Feier vom Posaunenchor aus Buchbrunn.

Ein dauerhafter Gewinn
Rückblickend zeigt sich: Der lange Weg von den ersten Forderungen bis zur Fertigstellung hat sich gelohnt. Der Radweg wird heute vielfältig genutzt – für den Schulweg, zum Einkaufen und für Ausflüge in die Umgebung.