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Aus der Sitzung des Gemeinderates

Der Gemeinderat hatte nur eine kurze Tagesordnung abzuarbeiten, nutzte dann aber die Gelegenheit, sich über den Verein Geschichte in Buchbrunn und seine Vorhaben zu informieren.
Zunächst ging es um den Bau eines Carports in der Hans-Gernet-Straße, für das zahlreiche Befreiungen von baulichen Vorgaben zu erteilen waren. Der Antragsteller hatte sein Anliegen auch in der Amtsstunde bei Bürgermeister Christian Oppel vorgetragen. Nach eingehender Debatte stimmte die Ratsrunde zu, auch da das Landratsamt keine Bedenken äußerte; es gab drei Gegenstimmen.
Oppel berichtete von Besichtigung in der Flur wegen Hochwasser. Obwohl der Bericht noch aussteht, lautet die Handlungsempfehlung, Wasser in erster Linie in der Flur zurückzuhalten. Stefan Schmidt regte an, sich über Hochwasser grundsätzliche Gedanken zu machen.
Eine Ortseinsicht gab es auch bei der vorgesehenen Vorfahrtsregelung an der Kreuzung Ring-/Gartenstraße. Die Polizei habe bei der Ortseinsicht darauf hingewiesen, dass das Aufmalen breiter Balken der Errichtung von Stoppschildern gleichkomme. Stattdessen könnten „Haifischzähne„ aufgemalt werden, die Rechts-vor-Links-Regel bleibe damit bestehen. In der nächsten Sitzung soll das Vorgehen abgewogen werden.
Seit 25 Jahren besteht der Verein Geschichte in Buchbrunn. Zu seinen Vorhaben und Anliegen wie bewahren und forschen referierte Doris Reisinger. Mit Ausstellungen und Veröffentlichungen zum Langhaus als Ort der Begegnung mit Museumspädagogik sei der Verein bekannt geworden.
Nun zeige sich im Verein das Problem der Überalterung der Mitglieder mit der Folge, dass Führungen und Anfragen wegen Personalmangels abgesagt werden müssen. Hinzu komme, dass das Langhaus regelmäßig gepflegt werden müsse. Es gebe Helfer, aber keine mit Leitungsfunktion.
Reisinger wünschte sich eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Um den Verein wieder attraktiver zu machen, denkt sie an Events wie den „Weinort Buchbrunn„ oder das Vereinsjubiläum. Dieter Koch ergänzte, Reisinger sei mit ihrem Interesse ein Glücksfall für den Verein und Buchbrunn. Das Langhaus könne zwar erhalten werden, mehr aber ohne fünf bis sechs Helfende für regelmäßige Arbeiten nicht. Nach 20 Jahren stehe außerdem eine Erneuerung des Reetdaches an.
Nachdem sich nur drei Ratsmitglieder zu einer Mitgliedschaft im Verein Geschichte in Buchbrunn bekannten, will Bürgermeister Oppel das Thema Instandhaltung auf die Tagesordnung setzen.



Autor: Gerhard Bauer