Startseite | So erreichen Sie uns | Impressum

Aus der Sitzung des Buchbrunner Gemeinderates

Aus der Sitzung vom 28.09.2017

Hausabbruch folgen bis zu drei Wohnhäuser

Der Abbruch der gemeindeeigenen Gebäude Hauptstraße 20 ist ab dem 23.10.2017 vorgesehen. Darüber und über die mögliche weitere Verwendung des Grundstückes berichtete Bürgermeister Hermann Queck in der Sitzung des Gemeinderates am Donnerstag.
Nach Abzug von Grundfläche, die für den Gehwegbau benötigt wird, bleibt eine Baufläche von knapp 1500 m². Queck legte eine Studie vor, der zufolge zwei oder drei Bauplätze entstehen könnten. Er favorisiert zwei Bauplätze, die über die Nebenstraßen Am Falter und Bahnhofstraße erschlossen werden könnten. Eine Entscheidung darüber wurde noch nicht getroffen.
Die Ratsrunde legte jedoch unter Verzicht auf einen eigenen Bebauungsplan fest, dass ein Architekturbüro in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro arc.grün einen Vorschlag für die Gebäudegestaltung für zwei oder drei Bauplätze erarbeiten soll.
In den Grunderwerbsverträgen sollen später eine an die Umgebung angepasste Dachneigung von bis zu 45 Grad und eine einheitliche Firstrichtung festgeschrieben werden.
Zwischen der Einmündung Am Falter und der Kitzinger Straße steht der Ausbau der Hauptstraße (KT8) durch den Landkreis als Baulastträger auf einer Länge von 172 Metern an. Dazu berichtete Queck, dass die Kanalbefahrung erfolgt ist, das Ergebnis aber noch nicht vorliegt.
Im Zusammenhang mit dem Ausbau der KT8 regte Dieter Koch an, die Wasserleitungen einschließlich der Hausanschlüsse zu erneuern. Für die Tiefbauplanung soll das Büro Arz beauftragt werden. Um es nicht zu Verzögerungen kommen zu lassen, verzichtet die Gemeinde auf Fördermittel, zumal Geld aus der Dorferneuerung bereits anderweitig eingeplant ist.
Am südlichen Ortseingang entstehen zunächst vier Stellplätze für Wohnmobile. Queck stellt sich vor, die Plätze später auszubauen, sollten sie Anklang finden. Steven Haaß plädierte jedoch für eine sofortige Fertigstellung. Es gehe um Strom- und Wasseranschluss an zentraler Stelle. Georg Hopfengart sah darin einen viel zu großen Aufwand, sollten die Plätze nicht angenommen werden. Harald Kümmel ergänzte, dass zur Trinkwasserversorgung erst eine Leitung gelegt werden müsse, denn das Brunnenwasser des Sportplatzes sei kein Trinkwasser.
Der Gemeinderat legte fest, dass im Zuge der Neugestaltung des Sportplatzumfeldes vier Stellplätze angelegt werden, das Planungsbüro arc.grün soll den entsprechenden Bauantrag ausarbeiten.
In einer weiteren Entscheidung schloss sich der Gemeinderat dem Beschluss der Teilnehmergemeinschaft Buchbrunn II zur Dorferneuerung an. Für die Neugestaltung des Platzes am Dorfladen KummRei sind 440.000 Euro vorgesehen, 320.000 Euro für die Umgestaltung des Sportplatzes. Der Fördersatz liegt derzeit bei 59 Prozent.
Der Fördersatz soll für alle Maßnahmen in größtmöglichem Umfang ausgeschöpft werden, wobei die Neugestaltung des Platzes als erste Maßnahme erfolgen soll. Die planungsrechtliche Behandlung könnte im Frühjahr 2018 erfolgen, die Ausschreibung im Herbst 2018.

Kindergartenanbau wird deutlich teurer

Bei der Auftragsvergabe zur Erweiterung des Kindergartens machte sich Enttäuschung am Ratstisch breit. Bürgermeister Hermann Queck musste der Ratsrunde mitteilen, dass die Angebote durchweg und teilweise sehr deutlich über der Kostenschätzung liegen.
Die Rohbauarbeiten vergab der Gemeinderat an das Unternehmen W. u. A. Hartmann aus Albertshofen zum Gebotspreis von 166.484 Euro. Das Gebot lag um 35.209 Euro (fast 27 Prozent) über dem Schätzpreis. Da der Beginn der Bauarbeiten entscheidend für die Bezuschussung ist, verzichtete der Gemeinderat auf eine Neuausschreibung.
Mit 326 Euro wurde die Kostenschätzung für das Gewerk Dachdecker- und Spenglerarbeiten nur unwesentlich überschritten. Der Auftrag ging zum Gebotspreis von 50.249 Euro an das Unternehmen Rüttger Bedachungen aus Gerbrunn. Alu-Elemente baut das Unternehmen Metallbau Vollmuth aus Sulzbach-Rosenberg zum Gebotspreis von 37.141 Euro ein, die Mehrkosten betragen 2.859 Euro. Die Außenputz- und Malerarbeiten gingen an das Unternehmen Otto Herrmann aus Kitzingen zum Gebotspreis von 31.077 Euro, das Gebot lag um 22 Prozent über der Schätzung.
Die Zimmererarbeiten führt das Unternehmen Holzbau Cambeis aus Kaltensondheim zum Gebotspreis zum 24.515 Euro aus. Das Gebot lag um 1.180 Euro über der Schätzung.
Bei der Auftragsvergabe für Fenster- und Sonnenschutzarbeiten plädierte Dieter Koch dafür, zu prüfen, ob eine Neuausschreibung Entspannung bringen könne. Die Kostenschätzung belief sich auf 35.208 Euro und wurde selbst vom günstigsten Gebot um 12.875 Euro (36,5 Prozent) überschritten.
Eine Neuausschreibung soll auch beim Gewerk Gerüstbau geprüft werden. Das günstigste Gebot lag bei 15.012 Euro und damit sogar um 73 Prozent über dem Schätzpreis.In beiden Fällen soll die Vergabe später erfolgen.

Weitere Entscheidungen/Informationen am Ratstisch

  • Die Anregung, eine am Ortseingang stehende Sitzbank mit dem Hinweis "Mitfahrbänkle" zu versehen, wird weiter verfolgt und soll im Rahmen eines von Harald Geißendörfer ins Gespräch gebrachten Beschilderungskonzeptes erfolgen.
  • Wegen eines Vordaches am Leichenhaus und des Eingangsportals zum Friedhof gab es einen Ortstermin mit Kreisbaumeister Joachim Gattenlöhner und Hans-Christoph Haas vom Landesamt für Denkmalpflege. Bürgermeister Queck berichtete, dass die Konstruktion des Vordaches überarbeitet werden solle. Es komme möglicherweise ein Studienprojekt an der Universität Würzburg in Betracht. Die Schäden am Eingangsportal sollen zunächst von einem Gutachter der unteren Denkmalschutzbehörde aufgenommen und dann Angebote für eine Restaurierung eingeholt werden.
  • Die Geschwindigkeitsmessungen in der Schulstraße brachten ein anderes als das erwartete Ergebnis. Im Messzeitraum (eine Woche) wurden 980 Fahrzeuge gezählt. Ein einziges Fahrzeug wurde mit 72 km/h gemessen, die weitaus überwiegende Zahl der Verkehrsteilnehmer fuhr Geschwindigkeiten zwischen 31 und 40 km/h, verhältnismäßig wenige zwischen 41 und 50 km/h. Steven Haaß brachte einen neuen Vorschlag ins Gespräch und regte an, die Geschwindigkeit mit nur vier Schildern im gesamten Ort auf 30 km/h – mit Ausnahme der Kreisstraße KT8 – zu beschränken. Ihm hielt Georg Hopfengart entgegen, dass alle Schilder nichts bewirkten, solange nicht kontrolliert werde.

Autor: Gerhard Bauer